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Scheidung

Eine Braut aus Holz die einem Bräutigam aus Holz den Rücken zudreht.

Eine Braut aus Holz die einem Bräutigam aus Holz den Rücken zudreht., © colourbox

30.04.2018 - Artikel

Für den deutschen Rechtsbereich gilt eine im Ausland geschiedene Ehe weiterhin als bestehend, bis das ausländische Scheidungsurteil durch die zuständige Landesjustizverwaltung anerkannt wurde. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier.

Anerkennung ausländischer Entscheidungen in Ehesachen (Auslandsscheidungen)

Ausländische Scheidungsurteile bedürfen der Ankerkennung, um auch für den deutschen Rechtsbereich Wirkung zu entfalten. Die Anerkennung erfolgt auf Antrag. Ein förmliches Anerkennungsverfahren ist nicht durchzuführen für Entscheidungen in Ehesachen aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union – außer Dänemark -, wenn das Verfahren nach dem 1. März 2001 bzw. nach dem zu einem späteren Zeitpunkt erfolgten Beitritt des Mitgliedstaates eingeleitet wurde.
Ein förmliches Anerkennungsverfahren ist ferner dann entbehrlich, wenn eine Ehe durch ein Gericht oder eine Behörde des Staates aufgelöst wurde, dem beide Ehegatten ausschließlich (also keine doppelte Staatsangehörigkeit) zur Zeit der Entscheidung angehört haben (sog. Heimatstaatenentscheidung). Dies gilt nicht für sogenannte Privatscheidungen.

Wo wird über die Anerkennung entschieden?

Zuständig ist die Justizverwaltung (bzw. ein Oberlandesgericht) des Bundeslandes, in dem einer der früheren Ehegatten seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Hat keiner der früheren Ehegatten seinen Aufenthalt in Deutschland, so beurteilt sich die Zuständigkeit, falls eine neue Ehe geschlossen oder Lebenspartnerschaft begründet werden soll, danach, in welchem Bundesland die Eheschließung oder Begründung der Lebenspartnerschaft erfolgen soll. Sofern keiner der früheren Ehegatten seinen Aufenthalt in Deutschland hat und in Deutschland auch keine neue Ehe geschlossen oder Lebenspartnerschaft begründet werden soll, ist der Antrag an die Senatsverwaltung zu richten:

Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung in Berlin
Salzburger Straße 21 – 25, 10825 Berlin

Hinweise zum Antragsverfahren sowie das Antragsformular finden Sie auf der Homepage der Senatsverwaltung für Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung

Bitte beachten Sie, dass sich der Familienname eines deutschen Staatsangehörigen nicht automatisch durch Ehescheidung ändert, sondern hierfür eine Namenserklärung erforderlich ist. Für weitere Informationen zu Namenserklärung nach Auflösung einer Ehe klicken Sie bitte hier:
Antrag einseitige Namenserklärung nach Scheidung oder Tod eines Ehegatten



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