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Ehenamenserklärung

02.05.2018 - Artikel

Der Familienname eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch Eheschließung. Aus diesem Grund kann eine Namenserklärung erforderlich sein, bevor Ihnen ein Reisepass auf den neuen Namen ausgestellt werden kann.

Der Familienname eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch Eheschließung. Aus diesem Grund kann eine Namenserklärung erforderlich sein, bevor Ihnen ein Reisepass auf den neuen Namen ausgestellt werden kann.

Ist eine Namenserklärung erforderlich? Welche Möglichkeiten haben wir?

Bei der Eheschließung in Deutschland kann direkt bei der standesamtlichen Trauung ein Ehename bestimmt werden. Der Ehename ist dann in der Heiratsurkunde aufgeführt. Bestimmen sie keinen gemeinsamen Ehenamen, behält jeder Ehegatte seinen bisherigen Familiennamen.
Bei einer Eheschließung im Ausland ist diese Möglichkeit der Ehenamensbestimmung oft nicht gegeben, da die ausländischen Vorschriften - so z. B. in Dänemark - keine vergleichbaren Regelungen kennen. Folglich hat der deutsche Ehegatte für den deutschen Rechtsbereich den Familiennamen beibehalten, den er bereits vor der Eheschließung geführt hat (getrennte Namensführung). Dies gilt auch dann, wenn der deutsche Ehegatte in Dänemark bereits den Familiennamen des anderen Ehegatten nutzt.
Allerdings räumt das deutsche Namensrecht die Möglichkeit ein, nachträglich eine Erklärung über die Namensführung in der Ehe abzugeben, um auf diese Weise den gewünschten Namen zu erhalten (z. B. einen gemeinsamen Familiennamen). Solange die Ehe besteht, kann diese Erklärung jederzeit abgegeben werden und ist unwiderruflich.
Bitte beachten Sie, dass bei Wahl des deutschen Rechts nur der Familienname oder der Geburtsname des Mannes oder der Frau als Ehename bestimmt werden kann. Zusätzlich kann der Ehegatte, dessen Name nicht Ehename geworden ist, seinen vorherigen Namen dem Ehenamen mit einem Bindestrich voranstellen oder anfügen.
Wenn einer der Ehegatten eine andere Staatsangehörigkeit als die deutsche besitzt, können Sie auch eine Rechtswahl in das Heimatrecht des ausländischen Ehegatten treffen. Ihre Namensführung in der Ehe bestimmt sich dann nach den Vorschriften des Heimatrechts des ausländischen Ehegatten, sodass ein Doppelname ohne Bindestrich (oder jede andere Kombination) möglich ist, wenn das ausländische Recht diesen erlaubt.

Sollten Sie bei Ihrer Eheschließung im Ausland (nicht Dänemark) eine Namenserklärung abgegeben haben und Ihre Heiratsurkunde weist dies auch nach, kontaktieren Sie bitte vorab die für Sie zuständige deutsche Auslandsvertretung und fragen nach, ob die Namenserklärung nach deutschem Recht anerkannt wird.

Bitte beachten Sie, dass Namensänderungen, die von einer dänischen Behörde vorgenommen wurden, für deutsche Staatsangehörige nicht wirksam sind.

Ehe für alle
Ehe für alle© dpa

Anstelle einer Namenserklärung können Sie auch Ihre Eheschließung im Eheregister beim zuständigen Standesamt in Deutschland beurkunden lassen und eine deutsche Heiratsurkunde beantragen. Das Antragsformular für die Eintragung im Eheregister beinhaltet die Namenserklärung. Für Informationen zur Beurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe im Eheregister klicken Sie bitte hier.

Zur Entgegennahme des Antrags in der Botschaft vereinbaren Sie bitte einen Termin.

Der Antrag wird an das Standesamt Ihres letzten Inlandswohnsitzes weitergeleitet, sofern Sie in Deutschland nicht mehr gemeldet sind. Wenn Sie noch niemals in Deutschland wohnhaft waren, ist das Standesamt I in Berlin zuständig.

Welche Unterlagen muss ich mitbringen?

Neben dem vollständig ausgefüllten Antragsformular müssen die nachfolgenden Unterlagen beigefügt werden. Zum Termin bringen Sie bitte zusätzlich zwei Kopien mit. Bitte beachten Sie, dass nur vollständige Anträge bearbeitet werden können.

  • Heiratsurkunde der Ehegatten
  • Reisepässe/Personalausweise beider Ehegatten
  • Geburtsurkunden beider Ehegatten - Bei dänischer Staatsangehörigkeit: Internationale Geburtsurkunde oder „Personattest“
  • ggf. deutsche Einbürgerungsurkunde oder Staatsangehörigkeitsausweis
  • ggf. Nachweise zu allen früheren Ehen/Lebenspartnerschaften und deren Auflösung
  • ggf. Anerkennung der ausländischen Ehescheidung
  • ggf. Abmeldebescheinigung aus Deutschland
  • Aktueller Auszug aus dem dänischen Melderegister („Bopælsattest“) auf Deutsch oder Englisch als Nachweis über Ihr Aufenthaltsrecht in Dänemark

Wenn die vorzulegenden Unterlagen nicht in deutscher Sprache sind, muss grundsätzlich eine Übersetzung vorgelegt werden. Im Einzelfall können weitere Unterlagen erforderlich sein.

Was kostet die Namenserklärung?

Die Unterschriften beider Ehegatten müssen auf dem Antrag beglaubigt werden. Die Unterschriftsbeglaubigung kann von der Botschaft vorgenommen werden, wenn die Ehegatten persönlich anwesend sind. Hierfür buchen Sie bitte einen Termin.

Die Gebühr für die Beglaubigung der Unterschriften beträgt 25,- € und kann in bar in Dänischen Kronen oder mit Kredit-/Debitkarte in Euro (Visa oder Mastercard) bezahlt werden.

Für die Antragsbearbeitung benötigt das zuständige Standesamt in Deutschland zusätzlich beglaubigte Kopien der antragsbegründenden Unterlagen. Die Kopien können von der Botschaft Kopenhagen bei Vorlage der Originale mit zwei Sätzen Kopien beglaubigt werden. Die Gebühr für die Kopiebeglaubigung beträgt 10,- € für 10 Seiten und 1,- € für jede weitere Seite und kann in bar in Dänischen Kronen oder mit Kredit-/Debitkarte in Euro (Visa oder Mastercard) bezahlt werden.

Es wird empfohlen, sich eine Bescheinigung über die Wirksamkeit der Namenserklärung für zukünftige Passanträge ausstellen zu lassen. Die Gebühr für die Ausstellung beträgt 10,- €. Nach Antragstellung wird eine entsprechende Zahlungsaufforderung vom Standesamt mit den erforderlichen Kontodaten versandt. Diese Gebühren müssen direkt beim Standesamt beglichen werden.

Wie lange dauert die Bearbeitung der Namenserklärung?

Die Bearbeitungszeit hängt vom zuständigen Standesamt ab und ist von Ort zu Ort unterschiedlich.

Sobald die Namensführung bestätigt ist, kann ein deutscher Reisepass auf den neuen Familiennamen ausgestellt werden.

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