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Einseitige Namenserklärung nach Auflösung der Ehe

02.05.2018 - Artikel

Der Familienname eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch Ehescheidung oder Versterben des Ehegatten. Nach Auflösung einer Ehe ist es möglich, durch Namenserklärung den Geburtsnamen oder den Namen anzunehmen, den man vor der Eheschließung geführt hat.

Der Familienname eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch Ehescheidung oder Versterben des Ehegatten. Nach Auflösung einer Ehe ist es möglich, durch Namenserklärung den Geburtsnamen oder den Namen anzunehmen, den man vor der Eheschließung geführt hat (z. B. einen Ehenamen aus einer Vorehe).

Bitte beachten Sie, dass Namensänderungen, die von einer dänischen Behörde vorgenommen wurden, für deutsche Staatsangehörige nicht wirksam sind.

Anerkennung von Scheidungsurteilen

Sollten Sie im Ausland geschieden worden sein, muss das ausländische Scheidungsurteil zunächst von der zuständigen Behörde in Deutschland anerkannt werden, bevor eine Namenserklärung wirksam wird. Nur ausnahmsweise kann die ausländische Entscheidung für den deutschen Rechtsbereich auch ohne Antrag und förmliches Anerkennungsverfahren beachtlich sein. So bedürfen Scheidungsurteile aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union - außer Dänemark - keiner Anerkennung, wenn das Scheidungsverfahren nach dem 1. März 2001 bzw. nach dem zu einem späteren Zeitpunkt erfolgten Beitritt des Mitgliedstaates eingeleitet wurde. In diesem Fall können Sie stattdessen eine Bescheinigung nach Artikel 39 der Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 vom 27.11.2003 beantragen, die Sie bei dem Gericht erhalten, wo Sie geschieden wurden.

Die Scheidungsanerkennung ist weiterhin nicht nötig, wenn beide Ehegatten zum Zeitpunkt der Entscheidung ausschließlich dem Staat angehörten (also keine doppelte Staatsangehörigkeit), dessen Gericht oder Behörde die Entscheidung getroffen hat (sog. Heimatstaatenentscheidung). Für weitere Informationen zur Anerkennung eines ausländischen Scheidungsurteils in Deutschland klicken Sie bitte hier.

Entgegennahme des Antrags

Zur Entgegennahme des Antrags in der Botschaft vereinbaren Sie bitte einen Termin.

Der Antrag wird an das Standesamt Ihres letzten Inlandswohnsitzes weitergeleitet, sofern Sie in Deutschland nicht mehr gemeldet sind. Wenn Sie noch niemals in Deutschland wohnhaft waren, ist das Standesamt I in Berlin zuständig.

Welche Unterlagen muss ich mitbringen?

Neben dem vollständig ausgefüllten Antragsformular müssen die nachfolgenden Unterlagen beigefügt werden. Zum Termin bringen Sie bitte zusätzlich zwei Kopien mit. Bitte beachten Sie, dass nur vollständige Anträge bearbeitet werden können.

  • Ihren Reisepass/Personalausweis
  • Ihre Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Nachweis zur Namensführung in der Ehe (z. B. Bescheinigung über die Wirksamkeit der Namenserklärung, ausgestellt vom deutschen Standesamt)
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des Ehegatten
  • ggf. Nachweis zur Scheidungsanerkennung in Deutschland
  • ggf. deutsche Einbürgerungsurkunde oder Staatsangehörigkeitsausweis
  • ggf. Abmeldebescheinigung aus Deutschland
  • dänischer Wohnsitznachweis ("Bevis for registrering", "Opholdskort", "Bopælsattest")

Wenn die vorzulegenden Unterlagen nicht in deutscher Sprache sind, muss grundsätzlich eine Übersetzung vorgelegt werden. Im Einzelfall können weitere Unterlagen erforderlich sein.

Was kostet die Namenserklärung?

Ihre Unterschrift muss auf dem Antrag beglaubigt werden. Die Unterschriftsbeglaubigung kann von der Botschaft vorgenommen werden. Hierfür ist Ihre persönliche Anwesenheit erforderlich. Die Gebühr für die Beglaubigung der Unterschrift beträgt 25,- € und kann in bar in Dänischen Kronen oder mit Kredit-/Debitkarte in Euro (Visa oder Mastercard) bezahlt werden.

Für die Antragsbearbeitung benötigt das zuständige Standesamt in Deutschland grundsätzlich beglaubigte Kopien der antragsbegründenden Unterlagen. Die Kopien können von der Botschaft Kopenhagen bei Vorlage der Originale mit zwei Sätzen Kopien beglaubigt werden. Die Gebühr für die Kopiebeglaubigung beträgt 10,- € für 10 Seiten und 1,- € für jede weitere Seite und kann in bar in Dänischen Kronen oder mit Kredit-/Debitkarte in Euro (Visa oder Mastercard) bezahlt werden.

Es wird empfohlen, sich eine Bescheinigung über die Wirksamkeit der Namenserklärung für zukünftige Passanträge ausstellen zu lassen. Die Gebühr für die Ausstellung beträgt 10,- €. Nach Antragstellung wird eine entsprechende Zahlungsaufforderung vom Standesamt mit den erforderlichen Kontodaten versandt.. Diese Gebühren müssen direkt beim Standesamt beglichen werden.

Wie lange dauert die Bearbeitung der Namenserklärung?

Die Bearbeitungszeit hängt vom zuständigen Standesamt ab und ist von Ort zu Ort unterschiedlich.

Sobald die Namensführung bestätigt ist, kann ein deutscher Reisepass auf den neuen Familiennamen ausgestellt werden. Sollte eine Scheidungsanerkennung erforderlich sein, kann die Namenserklärung erst abschließend bearbeitet werden, wenn dem Standesamt die Scheidungsanerkennung vorliegt.

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